Burgund

Burgund (Bourgogne) ist eine Weinregion im Osten Frankreichs. Rotwein entsteht dort aus Pinot Noir, Weißwein aus Chardonnay. Die Lage eines Weinbergs zählt hier mehr als die Marke.

Burgund, auf Französisch Bourgogne, liegt im Osten Frankreichs und zieht sich von Chablis im Norden bis in den Süden nach Mâcon. Die beiden wichtigsten Sorten sind Pinot Noir für Rotwein und Chardonnay für Weißwein. Daneben gibt es Aligoté, und im Süden, im Beaujolais, die Sorte Gamay.

Das Besondere an Burgund ist die Rolle der Lage. Die Weinberge sind in winzige Parzellen aufgeteilt, die oft viele Besitzer haben. Jede Lage hat ihren Namen und ihren Rang. Die Klassifikation kennt vier Stufen: einfacher Bourgogne, Weine aus einer Gemeinde (Village), Premier Cru und ganz oben Grand Cru. Wer eine Flasche aussucht, schaut deshalb zuerst auf Dorf und Lage. Die Klimate, wie man die Lagen dort nennt, gehören seit 2015 zum UNESCO-Welterbe.

Burgund ist nicht überall gleich. In der Côte d'Or liegen die Gemeinden mit den bekanntesten Rot- und Weißweinen der Region. Chablis im Norden ist kühl und straff, im Mâconnais ist es zugänglicher und fruchtiger. Typisch ist ein feiner, eher eleganter Stil mit Kalk als prägendem Boden.

Dieselben Rebsorten findest du auch bei mir aus Deutschland, zum Beispiel den 2024 Haardt Spätburgunder von Weingut Andres, den 2021 Walporzheimer Kräuterberg Spätburgunder trocken von Weingut Peter Kriechel von der Ahr und den 2024 Haardt Herzog Chardonnay trocken. Alle drei sind laut Datenblatt im Barrique gereift.

Häufige Fragen

Welche Rebsorten gibt es in Burgund?

Hauptsächlich Pinot Noir und Chardonnay, dazu Aligoté und im Beaujolais Gamay.

Was bedeuten Grand Cru und Premier Cru?

Es sind die beiden höchsten Stufen der Lagen-Klassifikation in Burgund. Grand Cru ist die oberste.

Wie ist der Burgunder-Stil?

Meist elegant statt wuchtig. Die Roten sind eher fein in Farbe und Gerbstoff, die Weißen reichen von straff bis üppig, je nach Gemeinde und Ausbau.

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