Wie schmeckt Spätburgunder?
Hell in der Farbe, rotbeerig in der Frucht: Himbeere, Kirsche, Walderdbeere, dazu feine Kräuter. Die Säure ist lebendig, die Tannine sind fein statt kräftig. Das macht ihn zum Rotwein für alle, die Rotwein sonst schwer finden.
Pfalz und Ahr im Vergleich
Der Haardt Spätburgunder von Andres wächst auf kalkreichem Untergrund, wie gemacht für Pinot Noir: saftig, geradlinig, mit samtigem Tannin. Von der Ahr stammen die Weine von Peter Kriechel. Der Walporzheimer Kräuterberg reift 18 Monate im französischen Barrique, auf Schiefer wächst die dunklere, würzigere Seite des Spätburgunders.
Was passt zu Spätburgunder?
Geflügel (Poularde mit Waldpilzen), Kalbstafelspitz, Lachs im Speckmantel, Entenbrust und Pilzrisotto. Der Kräuterberg kann zu Wild, Geräuchertem und mildem Käse. Rosé und Sekt passen zu Fisch, Sushi und Salaten.
Temperatur und Glas
Nicht zu warm: 14 bis 16 Grad sind ideal, also eine Viertelstunde vor dem Einschenken kurz kühlen. Das Gabriel-Glas als Universalglas gibt ihm genug Platz.
Häufige Fragen
Ist Spätburgunder dasselbe wie Pinot Noir?
Ja. Pinot Noir ist der französische Name, in Italien heißt er Pinot Nero. „Spät“ bezieht sich auf die späte Reife gegenüber dem Frühburgunder. Mehr im Glossar-Eintrag zum Spätburgunder.
Ist Spätburgunder trocken oder lieblich?
Meist trocken. Die roten Spätburgunder sind in der Regel trocken ausgebaut, den genauen Restzucker findest du bei jedem Wein.
Wie trinkt man Spätburgunder am besten?
Leicht gekühlt bei 14 bis 16 Grad, in einem bauchigen Glas. Junge Weine mit Barrique profitieren von einer halben Stunde Luft.
Wie lange ist Spätburgunder trinkbar?
Einfache Weine sind nach drei bis fünf Jahren am schönsten, ausgebaute Lagenweine halten acht bis zehn Jahre und länger. Das Trinkfenster steht bei jedem Wein.