Remuage

Remuage (Rütteln) ist ein Schritt bei der Flaschengärung von Sekt. Die Flaschen werden schrittweise gedreht und geneigt, damit der Hefesatz in den Flaschenhals rutscht.

Nach der zweiten Gärung und der Reifung liegt in der Flasche ein Hefesatz, das Depot. Damit der Sekt klar ins Glas kommt, muss dieser Satz raus. Der erste Schritt dazu ist die Remuage, auf Deutsch Rütteln. Die Flaschen stehen dafür in Rüttelpulten, in denen sie in kleinen Schritten gedreht und immer steiler gestellt werden, bis sie am Ende auf dem Kopf stehen. So wandert die Hefe in den Flaschenhals und sammelt sich im Verschluss.

Früher wurde diese Arbeit ausschließlich von Hand gemacht, von geschulten Rüttlern, die täglich Tausende Flaschen bewegten. Heute übernehmen vielerorts Rüttelmaschinen, sogenannte Gyropaletten, den Job. Von Hand dauert das Rütteln mehrere Wochen, mit der Maschine meist nur wenige Tage.

Danach folgt das Degorgieren: Der Flaschenhals wird eingefroren, der Hefepfropfen herausgeschossen, die Flasche wird mit der Dosage aufgefüllt und verschlossen.

Bei den drei Flaschengärungs-Schaumweinen von Weingut Andres, der 1215 Blanc et Noir Brut, der 6670 Rosé extra Brut und der 9294 Blanc de Blancs Brut Nature, gehört das Rütteln bei Flaschengärung üblicherweise dazu. Ob sie bei Andres von Hand oder maschinell geschieht, geht aus den Shopdaten nicht hervor.

Wichtig: Remuage gibt es nur bei der klassischen Flaschengärung. Bei Tankgärung (Charmat-Methode) wird der Wein im Tank filtriert, hier ist kein Rütteln nötig.

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Häufige Fragen

Warum werden Sektflaschen gerüttelt?

Damit der Hefesatz in den Flaschenhals gelangt und beim Degorgieren entfernt werden kann. Ohne Rütteln bliebe der Sekt trüb.

Wird Sekt noch von Hand gerüttelt?

Bei manchen Erzeugern ja, bei vielen übernehmen Rüttelmaschinen. Beides ist üblich.

Braucht jeder Sekt Remuage?

Nein. Nur Sekt mit Flaschengärung. Bei Tankgärung wird die Hefe im Tank abgetrennt.

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