Degorgieren

Degorgieren heißt, bei Sekt aus der Flaschengärung die abgesetzte Hefe aus der Flasche zu entfernen. Danach wird die Flasche aufgefüllt und endgültig verschlossen.

Degorgieren (französisch „dégorgement“) ist ein Arbeitsschritt bei der Herstellung von Sekt nach dem Flaschengärverfahren. Nach der zweiten Gärung und der Reife auf der Hefe wird die abgesetzte Hefe aus der Flasche entfernt, damit der Sekt klar im Glas steht.

So läuft es meist ab: Die Flaschen werden gerüttelt (Remuage), bis sich die Hefe im Flaschenhals sammelt. Dann wird der Hals eingefroren, und die Flasche wird kurz geöffnet. Der Druck schiebt den Hefepfropfen heraus. Dabei geht etwas Flüssigkeit verloren, deshalb wird die Flasche anschließend wieder aufgefüllt, in der Regel mit der Dosage, einer Mischung aus Wein und gegebenenfalls etwas Zucker. Danach bekommt sie den endgültigen Korken.

Wie viel Zucker in der Dosage steckt, bestimmt die Stufe auf dem Etikett. Bei den Flaschengärungs-Sekten von Weingut Andres siehst du das in den Datenblättern: Der 9294 Blanc de Blancs Brut Nature hat 0,0 g/l Restzucker, der 6670 Rosé extra Brut 3,0 g/l und der 1215 Blanc et Noir Brut 5,0 g/l. Alle drei haben Flaschengärung als Ausbau. Wann sie degorgiert wurden, steht in den Datenblättern nicht.

Für mich ist das ein schönes Beispiel dafür, dass ein Etikett mehr verrät, als man denkt. Wer weiß, was nach dem Degorgieren passiert, versteht, warum Brut Nature so direkt wirkt und Brut etwas weicher.

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Häufige Fragen

Was bedeutet degorgieren?

Die Hefe, die sich nach der Flaschengärung abgesetzt hat, wird aus der Flasche entfernt.

Was passiert beim Degorgieren von Sekt?

Der Flaschenhals wird eingefroren, die Flasche wird kurz geöffnet, der Hefepfropfen wird vom Druck herausgeschoben. Danach wird mit der Dosage aufgefüllt und die Flasche verschlossen.

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