Charmat-Methode

Bei der Charmat-Methode (Tankgärung) findet die zweite Gärung des Schaumweins im Drucktank statt, nicht in der Flasche. Das Verfahren wird zum Beispiel für Prosecco und Asti genutzt.

Die Charmat-Methode, auch Tankgärung oder Martinotti-Verfahren genannt, ist ein Verfahren zur Herstellung von Schaumwein. Zuerst entsteht wie immer ein Grundwein. Für die Bläschen braucht er eine zweite Gärung. Beim Charmat-Verfahren passiert das nicht in der einzelnen Flasche, sondern in einem großen, druckfesten Tank. Dazu kommen Zucker und Hefe, die entstehende Kohlensäure bleibt im Tank gelöst. Danach wird der Wein gekühlt, unter Druck filtriert und abgefüllt.

Der Name geht auf den Franzosen Eugène Charmat zurück, der das Verfahren im frühen 20. Jahrhundert weiterentwickelte. Vorher gab es schon den Italiener Federico Martinotti, deshalb sagt man in Italien auch „Metodo Martinotti“.

Im Vergleich zur Flaschengärung ist die Charmat-Methode weniger aufwendig und lässt dem Wein mehr Frucht. Es entstehen weniger Hefenoten wie Brioche, weil der Kontakt zur Hefe kürzer ist. Deshalb eignet sich das Verfahren gut für aromatische Sorten, bei denen Frische und Primärfrucht im Vordergrund stehen, etwa Glera (Prosecco) oder Moscato Bianco (Asti). Auch viele deutsche Sekte entstehen als Tankgärung.

Beide Verfahren sind legitime Wege, nur mit unterschiedlichem Stil. Auf dem Etikett findest du manchmal den Hinweis „Tankgärung“.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Charmat-Methode und Flaschengärung?

Bei Charmat läuft die zweite Gärung im Drucktank, bei der Flaschengärung in jeder einzelnen Flasche. Das Ergebnis ist meist fruchtiger und frischer, bei der Flaschengärung eher hefig-komplex.

Welche Schaumweine werden nach der Charmat-Methode gemacht?

Zum Beispiel Prosecco, Asti und viele deutsche Sekte.

Ist Tankgärung schlechter als Flaschengärung?

Nein, es sind zwei unterschiedliche Stile. Welcher besser passt, hängt von Rebsorte und Geschmack ab.

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