Mediterranes Klima

Mediterranes Klima heißt milde, feuchte Winter und heiße, trockene Sommer. Trauben reifen hier sicher aus, die Weine sind oft kräftig, fruchtbetont und eher säurearm.

Mediterranes Klima bedeutet milde, feuchte Winter und heiße, trockene Sommer mit viel Sonne. Die Vegetationsperiode ist lang, die Trauben reifen in der Regel zuverlässig aus. Das Meer wirkt dabei als Ausgleich: Kühlende Winde und Luftfeuchtigkeit nehmen den Hitzespitzen etwas die Schärfe und helfen, Frische zu erhalten.

Du findest dieses Klima in weiten Teilen Südeuropas, etwa in der Provence, im Languedoc, an der südlichen Rhône, in Italien von der Toskana bis Sizilien, in Spanien und Griechenland. Außerhalb Europas findest du es in Kalifornien, in Zentralchile, am Kap in Südafrika und in Teilen Australiens.

Für den Wein hat das Folgen. Die Trauben sammeln viel Zucker, daraus entstehen höhere Alkoholgehalte, und die Säure fällt oft niedriger aus als in kühlen Regionen. Rotweine zeigen dunkle, reife Früchte, Gewürze und Kräuter. Weißweine wirken voller, mit Noten von Pfirsich oder Aprikose. Typische Sorten sind Grenache, Syrah, Mourvèdre, Tempranillo und Primitivo, bei den weißen zum Beispiel Vermentino.

Gleichzeitig stellt Hitze die Winzer vor Aufgaben. Trockenstress und Sonnenbrand sind Risiken, deshalb sind hier Buschreben und eine angepasste Laubarbeit verbreitet, außerdem Lagen in der Höhe oder nahe am Meer. Zum Vergleich: In Deutschland geht es meist darum, genug Reife zu bekommen. Wärme ist dort das Ziel, nicht das Problem.

Häufige Fragen

Was bedeutet mediterranes Klima beim Wein?

Milde, feuchte Winter und heiße, trockene Sommer. Die Trauben reifen verlässlich und bekommen viel Zucker, die Weine sind oft kräftig und fruchtbetont.

Welche Rebsorten passen zum mediterranen Klima?

Wärmeliebende Sorten wie Grenache, Syrah, Mourvèdre, Tempranillo und Primitivo, bei den weißen zum Beispiel Vermentino.

Warum haben Weine aus dem Mittelmeerraum oft mehr Alkohol?

Weil die Trauben bei viel Sonne und Wärme mehr Zucker einlagern. Aus Zucker macht die Hefe Alkohol, mehr Zucker ergibt daher mehr Alkohol.

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