Aridität beschreibt, wie trocken das Klima einer Region ist, also wie wenig Niederschlag im Verhältnis zur Verdunstung fällt. Sie prägt Wasserversorgung, Rebgesundheit und Traubenreife.
Aridität ist ein Begriff aus der Klimakunde. Er beschreibt, wie trocken das Klima einer Region ist: wie wenig es regnet und wie viel Wasser gleichzeitig verdunstet. Nicht verwechseln darfst du das mit einem trockenen Wein. Dort geht es um den Restzucker, hier ums Wetter.
Für den Weinbau ist Aridität ein wichtiger Standortfaktor. Reben kommen mit wenig Wasser gut zurecht, aber nicht mit gar keinem. In sehr ariden Regionen müssen die Wurzeln tief in den Boden, um Wasser zu finden, oder der Winzer bewässert. Beispiele sind Mendoza in Argentinien, wo das Wasser aus den Anden stammt, oder das Columbia Valley im US-Bundesstaat Washington, wo Bewässerung üblich ist. Auch in Teilen Spaniens und Südaustraliens ist es sehr trocken.
Trockenheit hat zwei Seiten. Der Vorteil ist, dass Pilzkrankheiten wie Mehltau und Grauschimmel weniger Chancen haben, weil Laub und Trauben meist trocken bleiben. Der Winzer kann die Wassermenge außerdem steuern. Der Nachteil ist der Trockenstress, besonders in heißen Jahren. Er kann die Reife stoppen oder die Beeren klein und dickschalig machen, und die Weine werden dann konzentrierter und gerbstoffreicher.
Mit Aridität hat Deutschland wenig zu tun, auch wenn die Pfalz zu den trockeneren Gebieten zählt. Das Klima ist dort gemäßigt, Regen kommt in der Regel in ausreichender Menge.
Was bedeutet Aridität?
Wie trocken das Klima ist, also das Verhältnis von Niederschlag und Verdunstung.
Ist Aridität dasselbe wie ein trockener Wein?
Nein. Aridität meint das Wetter. Ein trockener Wein ist ein Wein mit wenig Restzucker.
Können Reben in trockenen Regionen wachsen?
Ja, aber oft nur mit Bewässerung oder mit Reben, deren Wurzeln tief in den Boden reichen.