Restzucker

Restzucker ist der Zucker, der nach der Gärung im Wein bleibt. Er bestimmt, ob ein Wein trocken, halbtrocken oder süß schmeckt.

Bei der Gärung wandeln Hefen den Zucker aus den Trauben in Alkohol um. Bleibt am Ende etwas Zucker übrig, nennt man das Restzucker, angegeben in Gramm pro Liter. Er entscheidet mit darüber, ob ein Wein trocken, halbtrocken oder süß schmeckt. Dabei zählt auch die Säure: Ein Wein mit viel Säure wirkt bei gleichem Zuckergehalt weniger süß.

Die Spanne in meinem Sortiment zeigt das gut. Der 2023 Königsbacher Ölberg Riesling trocken von Weingut Andres hat laut Datenblatt 0,0 g/l Restzucker bei 7,3 g/l Säure, ein glasklar trockener Wein. Der 2023 Jubilus blanc halbtrocken von Weingut Peter Kriechel liegt bei 12,5 g/l. Am anderen Ende steht der 2003 Erdener Treppchen Riesling Auslese edelsüß von Weingut C.H. Berres mit 63,0 g/l, dazu 7,7 g/l Säure.

Mir ist wichtig: Restzucker ist kein Makel. Bei edelsüßen Weinen ist er das Ziel, und bei trockenen Weinen tragen kleine Mengen manchmal zur Balance bei. Im Shop findest du die Angabe in den Weindaten jedes Weins. Schau also bei der Auswahl nicht nur auf das Wort „trocken“ oder „fruchtig“ im Titel, sondern auch auf die Zahl. Gemeinsam mit der Säure verrät sie dir ziemlich genau, wie der Wein am Gaumen ankommt.

Häufige Fragen

Ab wann ist ein Wein trocken?

Nach dem Weinrecht liegt die Grenze für „trocken“ bei bis zu 4 g/l Restzucker, oder bis zu 9 g/l, wenn der Säuregehalt nicht mehr als 2 g/l darunter liegt.

Warum schmeckt ein Wein mit 12 g/l nicht unbedingt süß?

Weil hohe Säure den Zucker ausgleicht. Das Zusammenspiel zählt.

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