Maische sind die zerquetschten Trauben samt Saft, Schalen und Kernen. Bei Rotwein vergärt sie, weil Farbe und Gerbstoff in den Schalen sitzen.
Maische nennt man die zerkleinerten Trauben samt Saft, Schalen und Kernen, manchmal auch mit Stielen. Sie entsteht direkt nach der Lese, wenn die Beeren angequetscht werden. Entscheidend ist, wie lange Saft und Schalen zusammenbleiben.
Bei Rotwein vergärt die Maische meist, denn Farbe und Gerbstoff stecken in den Schalen. Bei Weißwein pressen die meisten Winzer die Trauben bald nach der Lese ab. Manche lassen sie vorher kurz stehen, die sogenannte Maischestandzeit, was Aroma und Textur verändern kann. Rosé entsteht häufig aus roten Trauben mit nur kurzem Schalenkontakt. Und bei einem Blanc de Noirs pressen Winzer rote Trauben schnell ab, damit der Saft hell bleibt. Vorsicht: Das Wort gibt es auch bei Bier und Branntwein, dort meint es etwas anderes.
Ob und wie lange die Maische bei einem einzelnen Wein stand, steht in meinen Datenblättern nicht, deshalb nenne ich dir keine konkreten Weine mit Maischestandzeit. Rotweine wie der 2024 Haardt Spätburgunder oder der 2024 Pur Pur Cuvée trocken von Weingut Andres sind aber klassische Beispiele für Weine, bei denen der Schalenkontakt Farbe und Struktur prägt. Der 2025 Old Skool Rosé trocken ist aus Spätburgunder gemacht, wie seine Farbe entstanden ist, sagt das Datenblatt nicht.