Feinhefe sind die feinen Hefereste, die nach der Gärung im Wein bleiben. Lässt der Winzer den Wein darauf reifen, wird er oft cremiger und ist besser vor Sauerstoff geschützt.
Feinhefe nennt man die feinen Hefepartikel, die nach der Gärung und dem ersten Abziehen des Weins im Fass oder Tank zurückbleiben. Bleibt der Wein eine Zeit lang auf dieser Hefe liegen („Hefelager“, auch „sur lie“), wird er oft cremiger und runder, und die Hefe schützt ihn ein Stück weit vor Sauerstoff. Die gröberen Hefeanteile (Grobhefe) werden dagegen meist abgetrennt.
Ob und wie lange ein Wein auf der Feinhefe lag, ist eine Entscheidung des Winzers. Ich kann sie dir im Shop nicht für jeden Wein belegen, denn das Datenblatt hat dafür kein eigenes Feld. Was ich dir zeigen kann, ist Sekt: Beim 9294 Blanc de Blancs Brut Nature, beim 6670 Rosé extra Brut und beim 1215 Blanc et Noir Brut von Weingut Andres steht im Ausbau „Flaschengärung“. Bei der traditionellen Flaschengärung liegt der Sekt auf der Hefe, bevor sie entfernt wird (das nennt man Degorgieren). Ob das dabei Feinhefe im engeren Sinn ist, kann ich aus dem Datenblatt nicht sagen.
Wenn du erleben willst, was Hefekontakt ausmachen kann, probiere einen dieser Sekte. Achte darauf, ob er dir eher frisch und straff oder eher brotig und cremig vorkommt. Mit etwas Übung erkennst du den Hefeeinfluss später auch im Stillwein.
Was ist Feinhefe im Wein?
Die feinen Hefereste, die nach der Gärung und dem ersten Abziehen im Wein bleiben.
Was bringt der Hefelager-Ausbau?
Der Wein wird oft cremiger und rundlicher und ist besser vor Sauerstoff geschützt. Wie stark das zu schmecken ist, hängt von Dauer und Stil ab.
Was ist der Unterschied zwischen Fein- und Vollhefe?
Vollhefe umfasst alle Hefe nach der Gärung, auch die gröbere. Feinhefe ist der feine Anteil, der nach dem ersten Abziehen im Wein bleibt.