Bâtonnage

Bâtonnage heißt, die abgesetzte Hefe im Fass oder Tank regelmäßig aufzurühren. Das kann dem Wein mehr Fülle und eine cremigere Textur geben.

Bâtonnage (sprich „Batonnasch“) bezeichnet das Aufrühren der Hefe im Fass oder Tank. Nach der Gärung sinkt die Hefe auf den Boden. Beim Bâtonnage rührt der Winzer sie mit einem Stab (französisch „bâton“) in regelmäßigen Abständen wieder auf. Die Hefezellen zerfallen dabei nach und nach und geben Stoffe an den Wein ab. Das kann den Wein runder, cremiger und etwas voller machen.

Am bekanntesten ist die Methode bei Chardonnay im Barrique, sie wird aber auch bei anderen Weißweinen genutzt. Wie bei allem im Keller gilt: Es ist eine Entscheidung für einen Stil. Mehr Hefekontakt gibt dem Wein mehr Textur, dafür treten Frische und Frucht dann oft etwas zurück.

Ehrlicherweise kann ich dir im Shop keinen Wein nennen, bei dem das Bâtonnage belegt ist. Im Datenblatt steht nur der Ausbau, zum Beispiel Barrique, Holzfass oder Edelstahl, aber nicht, ob die Hefe aufgerührt wurde. Bei den beiden Chardonnays von Weingut Andres im Barrique, dem 2024 Haardt Bürgergarten Chardonnay Erste Lage und dem 2024 Haardt Herzog Chardonnay trocken, wäre das eine gute Frage an den Winzer.

Wenn dich die Textur eines Weins interessiert, vergleiche Weine aus dem Tank mit solchen aus dem Fass. Der Unterschied sagt dir mehr als jede Erklärung.

Häufige Fragen

Was ist Bâtonnage?

Das regelmäßige Aufrühren der Hefe im Fass oder Tank nach der Gärung.

Wie wirkt sich Bâtonnage auf den Geschmack aus?

Der Wein kann runder, cremiger und etwas voller werden. Wie stark, hängt von Dauer und Häufigkeit ab.

Ist Bâtonnage dasselbe wie Sur lie?

Nicht ganz. Sur lie heißt, dass der Wein auf der Hefe reift. Bâtonnage ist das Aufrühren der Hefe während dieser Zeit.

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