Sur Lie

Sur lie heißt „auf der Hefe“: Der Wein bleibt nach der Gärung länger mit der abgestorbenen Hefe in Kontakt. Das gibt ihm oft mehr Fülle und eine cremigere Textur.

Sur lie ist französisch und heißt „auf der Hefe“. Gemeint ist ein Ausbau, bei dem der Wein nach der Gärung nicht sofort von der Hefe abgezogen wird, sondern einige Zeit mit den abgestorbenen Hefezellen in Kontakt bleibt. Man spricht auch vom Hefelager. Der Wein bekommt dadurch oft mehr Textur und eine cremigere Fülle, und die Hefe schützt ihn ein Stück weit vor Sauerstoff.

Hefekontakt gibt es in zwei Formen. Bei Feinhefe sind es die feinen Teilchen, die sich nach dem Absetzen im Wein halten, bei Vollhefe liegt der Wein auf dem gesamten Hefesatz. Manche Winzer rühren die Hefe auch auf (Bâtonnage).

Im Shop ist „sur lie“ nicht als eigenes Feld hinterlegt. Ich kann deshalb nicht für einzelne Weine sagen, wie lange sie auf der Hefe lagen. Sicher ist der Hefekontakt nur bei Sekt aus Flaschengärung, weil die zweite Gärung in der Flasche stattfindet und die Hefe dort bleibt, bis sie entfernt wird. Beim 9294 Blanc de Blancs Brut Nature, 6670 Rosé extra Brut und 1215 Blanc et Noir Brut von Weingut Andres steht Flaschengärung im Datenblatt.

Wenn du mehr über einen bestimmten Wein wissen willst, schreib mir gerne.

Häufige Fragen

Was bedeutet sur lie?

„Auf der Hefe“. Der Wein reift nach der Gärung eine Zeit lang auf der Hefe, statt sofort abgezogen zu werden.

Welche Weine werden sur lie ausgebaut?

Häufig Weißweine wie Chardonnay oder Muscadet sowie Sekt aus Flaschengärung. Im Shop ist das nicht als Angabe geführt.

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