Unfiltriert heißt, dass der Wein vor dem Abfüllen nicht oder nur grob gefiltert wurde. Er kann dadurch leicht trüb sein oder einen Bodensatz bilden.
Ein unfiltrierter Wein wurde vor der Abfüllung nicht durch einen Filter geschickt, der feine Schwebstoffe wie Hefe- und Trubteilchen entfernt. Deshalb kann er leicht trüb wirken oder einen Bodensatz in der Flasche bilden. Das ist bei diesen Weinen nicht ungewöhnlich und für sich genommen kein Zeichen für einen Fehler.
Manche Winzer verzichten auf die Filtration, weil sie möglichst wenig in den Wein eingreifen wollen. Ob unfiltrierte Weine besser schmecken, lässt sich nicht pauschal sagen: Das hängt vom Wein und vom Winzer ab.
Im Shop steht „Unfiltriert“ als Merkmal beim 2022 Gutedel Steinkreuz von Weingut Greiner. Zusätzlich sind dort spontanvergoren, ungeschwefelt und biologischer Säureabbau aufgeführt. Der Ausbau ist ein gebrauchtes Holzfass, und für das Karaffieren sind 30 Minuten empfohlen. Bei den übrigen Weinen steht das Merkmal nicht im Datenblatt. Das heißt nicht, dass sie gefiltert wurden, sondern nur, dass die Angabe fehlt.
Wenn du Bodensatz in der Flasche vermutest, kannst du den Wein vorsichtig einschenken oder karaffieren, damit der Satz in der Flasche bleibt. Ich finde, ein bisschen Trübung gehört bei solchen Weinen einfach dazu, und sie sagt dir etwas über die Art, wie der Winzer arbeitet.
Was bedeutet unfiltriert beim Wein?
Der Wein wurde vor der Abfüllung nicht oder nur grob gefiltert, feine Schwebstoffe bleiben darin.
Ist unfiltrierter Wein besser?
Nicht pauschal. Es ist eine Stilentscheidung. Manche mögen die unverfälschte Art, andere bevorzugen klare Weine.
Ist Bodensatz im Wein schlimm?
Bei unfiltrierten Weinen ist er nicht ungewöhnlich und allein kein Zeichen für einen Mangel. Du kannst vorsichtig einschenken oder karaffieren.