Primär-, Sekundär-, Tertiäraroma

Die Aromen im Wein lassen sich nach ihrer Herkunft ordnen: Primäraromen kommen aus der Traube, Sekundäraromen aus der Gärung und dem Ausbau, Tertiäraromen aus der Reife über Jahre.

Weinaromen lassen sich nach ihrer Herkunft in drei Gruppen ordnen. Primäraromen stammen aus der Traube und damit von Rebsorte und Herkunft: Frucht, Blüten, Kräuter. Sekundäraromen entstehen bei Gärung und Ausbau im Keller, zum Beispiel durch Hefe und biologischen Säureabbau: Brot, Brioche, Butter, Joghurt. Tertiäraromen entwickeln sich durch Reife in der Flasche oder im Fass: Nuss, Honig, Leder, Pilz oder Trockenfrüchte. Holznoten durch das Fass ordnen manche zu den sekundären, andere zu den tertiären Aromen.

Das System hilft dir, einen Wein zu beschreiben, ohne dass du Aromen auswendig kennen musst. Du fragst: Riecht er nach der Traube, nach dem Keller oder nach Reife?

Im Shop sind die drei Stufen gut sichtbar. Ein junger Wein wie der 2025 Old Skool Riesling trocken von Weingut Andres, im Edelstahl ausgebaut, bleibt eher bei den Primäraromen. Der 2022 Gutedel Steinkreuz von Weingut Greiner (unfiltriert, spontanvergoren, biologischer Säureabbau, gebrauchtes Holzfass) hat laut Datenblatt gleich mehrere Kellereinflüsse. Und Weine wie der 2003 Erdener Treppchen Riesling Auslese edelsüß von Weingut C.H. Berres oder der 2018 Kolos von Edi Simcic sind so alt, dass Reifenoten ein Thema sein können.

Ob du diese Aromen im Glas findest, hängt vom einzelnen Wein ab. Notiere dir einfach, was du riechst, und ordne es danach ein.

Häufige Fragen

Was sind Primär-, Sekundär- und Tertiäraromen?

Aromen aus der Traube (primär), aus Gärung und Ausbau (sekundär) und aus der Reife (tertiär).

Woher kommen die Aromen im Wein?

Aus der Traube, aus den Vorgängen bei Gärung und Ausbau und aus der Entwicklung des Weins über die Zeit.

Verwandte Begriffe