Abfüllung

Die Abfüllung ist der Schritt, in dem der fertige Wein in die Flasche kommt und verschlossen wird. Auf dem Etikett steht, wer abgefüllt hat, der Winzer selbst oder ein anderer Betrieb.

Die Abfüllung ist einer der letzten Schritte im Keller. Der Wein wechselt aus Tank oder Fass in die Flasche, wird verschlossen und etikettiert. Wann das passiert, entscheidet der Winzer: Frische Weißweine kommen oft schon im Frühjahr nach der Lese in die Flasche, damit sie ihre Frucht behalten. Kräftige Rotweine bleiben dagegen oft viele Monate oder Jahre im Fass.

Vorher wird der Wein meist geklärt und häufig gefiltert, um Trübstoffe und Hefereste zu entfernen. Manche Winzer verzichten bewusst darauf und füllen unfiltriert ab. Bei der Abfüllung selbst kommt es auf Sauberkeit und wenig Sauerstoff an. Kleine Betriebe füllen mit einfachen Anlagen oder von Hand, manche lassen mobil abfüllen. Verschlossen wird mit Naturkork, Schraubverschluss oder Glasstopfen.

Direkt nach der Abfüllung wirkt ein Wein manchmal etwas verschlossen. Man spricht vom Flaschenschock, der sich in der Regel nach einigen Wochen legt. Danach beginnt die Flaschenreife.

Auf dem Etikett lohnt der Blick auf die Abfüller-Angabe. „Erzeugerabfüllung“ oder „Gutsabfüllung“ bedeutet, dass der Wein vom Erzeuger selbst abgefüllt wurde. Bei „abgefüllt für …“ hat ein anderer Betrieb abgefüllt, zum Beispiel für einen Händler oder eine Marke.

Als Beispiel für eine bewusste Entscheidung bei der Abfüllung steht beim 2022 Gutedel Steinkreuz von Weingut Greiner im Datenblatt „Unfiltriert“. Hier kommt der Wein also ohne Filtration in die Flasche.

Häufige Fragen

Was bedeutet Erzeugerabfüllung?

Der Wein wurde vom Erzeuger selbst abgefüllt, bei Gutsabfüllung entsprechend auf dem Gut. Die Angabe zeigt, dass Weinberg und Flasche aus einer Hand stammen.

Was ist der Flaschenschock?

Ein Wein kann kurz nach der Abfüllung vorübergehend verschlossen oder unruhig wirken. Das legt sich meist nach einigen Wochen.

Wann wird Wein abgefüllt?

Das hängt vom Wein ab. Frische Weißweine oft im Frühjahr nach der Lese, Rotweine und Weine mit Fassausbau meist später.

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