Barolo ist ein Rotwein aus dem Piemont, der zu 100 % aus der Rebsorte Nebbiolo besteht. Er ist gerbstoffreich und säurebetont, braucht Reifezeit und hat eine geschützte Herkunft (DOCG).
Barolo ist ein Rotwein aus dem Piemont im Nordwesten Italiens. Er wird zu 100 % aus der Rebsorte Nebbiolo gekeltert. Das Anbaugebiet liegt in den Hügeln der Langhe, rund um Orte wie Barolo, La Morra, Monforte d'Alba und Serralunga d'Alba. Die Herkunft ist als DOCG geschützt, das ist die höchste italienische Herkunftskategorie.
Nebbiolo ist eine spät reifende, anspruchsvolle Sorte. Ihre Weine sind oft hell in der Farbe, haben aber viel Gerbstoff und eine markante Säure. Das klingt nach Wucht, die Aromen sind aber eher fein: Kirsche, getrocknete Rosenblätter, Teer, mit der Reife dann Leder, Tabak und Trüffel. Die Böden bestehen vor allem aus kalkhaltigem Mergel. Je nach Gemeinde und Lage fällt der Stil kräftiger oder eleganter aus.
Barolo braucht Zeit. Nach den Vorgaben der DOCG darf er frühestens nach 38 Monaten Reife verkauft werden, davon mindestens 18 Monate im Holz. Ein Riserva reift noch deutlich länger. Auch danach entwickelt er sich in der Flasche oft über Jahre weiter. Junge Barolos wirken schnell streng. Ein Karaffieren hilft, und serviert wird er eher bei 16 bis 18 Grad als bei Zimmertemperatur.
Zu Barolo gehört Essen. Klassisch passen Schmorgerichte, Wild, Pilze, Trüffel und reifer Hartkäse. Barolo ist ein Wein, den man sich am besten bewusst zum Essen aussucht, weniger ein Wein für nebenbei. Wenn dich Nebbiolo reizt, plane einen ruhigen Abend dafür ein.
Aus welcher Rebsorte wird Barolo gemacht?
Ausschließlich aus Nebbiolo. Eine Mischung mit anderen Sorten ist bei Barolo nicht vorgesehen.
Wie lange muss Barolo reifen?
Nach den DOCG-Regeln mindestens 38 Monate, davon mindestens 18 Monate im Holz. Beim Riserva ist die Reifezeit länger.
Muss man Barolo dekantieren?
Gerade junge Barolos profitieren oft davon, weil sich Gerbstoff und Aromen mit etwas Luft öffnen. Probiere ihn einfach vorher und entscheide nach Geschmack.