Auslese

Auslese ist eine Prädikatsstufe oberhalb der Spätlese: Die Trauben sind sehr reif und werden ausgelesen. Eine Auslese kann edelsüß sein, es gibt sie aber auch trocken.

Auslese ist eine Stufe im deutschen Prädikatssystem. Sie steht über Kabinett und Spätlese. Für eine Auslese werden sehr reife Trauben gelesen und unreife oder kranke Beeren aussortiert, daher der Name. Das geforderte Mindestmostgewicht liegt je nach Anbaugebiet und Rebsorte bei rund 83 Grad Oechsle oder darüber. Wie süß der fertige Wein ist, hängt davon ab, wie der Winzer ihn ausbaut: Eine Auslese kann edelsüß schmecken, aber auch trocken oder halbtrocken sein.

Im Shop gibt es eine Auslese: den 2003 Erdener Treppchen Riesling Auslese edelsüß von Weingut C.H. Berres von der Mosel. Laut Datenblatt hat er 9,5 % Alkohol, 63,0 g/l Restzucker und 7,7 g/l Säure. Die Trinktemperatur liegt bei 6 bis 8 Grad, und er passt zu Dessert und Käse oder wird solo getrunken. Die Säure gleicht die Süße aus, deshalb wirkt solch ein Wein im besten Fall nicht schwer, sondern lebendig.

Mein Tipp zur Wahl: Verlass dich bei einer Auslese nicht auf das Wort allein, sondern lies das Etikett und das Datenblatt. Das Wort „edelsüß“ im Titel und die Zahl beim Restzucker sagen dir, was dich erwartet. Und plane eine kleine Menge ein: Ein Glas reicht oft völlig, denn solche Weine sind konzentriert.

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Häufige Fragen

Was ist eine Auslese?

Ein Prädikatswein aus sehr reifen, ausgelesenen Trauben, eine Stufe über Spätlese.

Ist Auslese immer süß?

Nein. Es gibt Auslesen von trocken bis edelsüß. Ob eine süß ist, erkennst du am Etikett und am Restzucker im Datenblatt.

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