Textur
Textur beschreibt das Mundgefühl eines Weins – also, wie er sich auf der Zunge und im Mund anfühlt. Es geht dabei nicht nur um den Geschmack, sondern auch um die physikalischen Eigenschaften des Weins, die das Erlebnis beeinflussen.
Wichtige Aspekte der Textur:
- Körper: Der Körper eines Weins ist ein entscheidender Bestandteil seiner Textur. Weine können leicht, mittelkräftig oder kräftig sein, je nachdem, wie viel Alkohol, Zucker, Tannine und Säure im Wein enthalten sind. Ein kräftiger Wein fühlt sich im Mund voller und runder an, während ein leichter Wein frischer und erfrischender wirkt.
- Tannine: Besonders bei Rotweinen spielen Tannine eine wichtige Rolle in der Textur. Sie können den Wein trocken und strukturier wirken lassen, was sich durch ein herbes oder stranges Gefühl auf der Zunge zeigt. Je mehr Tannine ein Wein hat, desto stärker ist diese Textur. Tannine kommen hauptsächlich aus den Traubenschalen und Kernen.
- Säure: Die Säure eines Weins trägt ebenfalls zur Textur bei. Ein Wein mit viel Säure wird im Mund spritziger und lebendiger wirken, während ein Wein mit wenig Säure runder und weicher erscheint. Diese frische, prickelnde Textur findet man oft in Weißweinen und rosé Weinen.
- Frucht: Die Fruchtigkeit eines Weins beeinflusst die Textur, indem sie für Vollmundigkeit oder Leichtigkeit sorgt. Fruchtige Weine, besonders solche mit reiferen Aromen, wirken oft süßer und weicher im Mund.
- Mousseux: Bei Schaumweinen ist die Textur durch die Perlage – die Bläschen – besonders spürbar. Diese sorgen für ein prickelndes und erfrischendes Gefühl im Mund, das den gesamten Weingenuss beeinflusst.
- Abgang: Die Textur eines Weins bleibt oft auch nach dem Schlucken spürbar. Ein langer, weicher Abgang lässt den Wein rund und harmonisch wirken, während ein kurzer, trockener Abgang eine eher schärfere Textur hinterlässt.
Fazit:
Die Textur eines Weins beschreibt das Mundgefühl und wird von verschiedenen Faktoren wie Körper, Tanninen, Säure und Frucht bestimmt. Sie spielt eine große Rolle bei der Wahrnehmung des Weins und trägt dazu bei, ob er als sanft, prickelnd, herb oder rund empfunden wird.