Remuage

Remuage – oder auf Deutsch Rütteln – ist ein wichtiger Schritt in der Herstellung von Schaumwein nach der traditionellen Flaschengärung (Méthode Traditionnelle). Es dient dazu, die Hefepartikel, die nach der zweiten Gärung in der Flasche verbleiben, in den Flaschenhals zu befördern, damit sie später entfernt werden können.


Wie funktioniert Remuage?

  1. Position der Flaschen ändern:
    Die Flaschen liegen zunächst waagerecht auf speziellen Gestellen, den sogenannten Rüttelpulten (pupitres).

    • Beim Remuage werden die Flaschen regelmäßig von Hand oder maschinell leicht gedreht und nach und nach in eine senkrechte Position gebracht.
  2. Ziel:
    Durch die Dreh- und Kippbewegungen rutschen die abgestorbenen Hefezellen (Depot) langsam in den Flaschenhals.
  3. Handarbeit oder Maschinen?
    • Traditionell wird das Rütteln von Hand gemacht. Ein erfahrener Rüttler kann bis zu 50.000 Flaschen pro Tag bearbeiten!
    • Modern gibt es maschinelle Rüttelgestelle (Gyropalettes), die den Prozess automatisieren und beschleunigen.
  4. Dauer:
    Das Rütteln dauert etwa 1 bis 3 Wochen, abhängig vom Wein und den Produktionsbedingungen.

Was passiert danach?

Sobald das Depot vollständig im Flaschenhals angekommen ist, folgt das Degorgieren (Entfernen der Hefe). Der Flaschenhals wird eingefroren, und die Hefepartikel werden durch Öffnen der Flasche ausgeschleudert.


Warum ist Remuage wichtig?

Ohne das Rütteln blieben die Hefepartikel gleichmäßig in der Flasche verteilt, was den Schaumwein trüben würde. Das Remuage sorgt dafür, dass der Schaumwein klar bleibt und eine reine, edle Optik erhält.


Fazit:

Remuage mag altmodisch klingen, aber es ist ein entscheidender Schritt für die Qualität und Eleganz von Schaumwein. Ob von Hand oder maschinell – es sorgt dafür, dass du einen perfekt klaren Champagner, Crémant oder Cava genießen kannst!