Abfüllung

Die Abfüllung ist der Moment, in dem der Wein seinen Weg von der Kellerei in die Flasche findet. Es ist einer der letzten Schritte im Weinherstellungsprozess und markiert den Übergang vom Keller hin zum Genuss durch den Verbraucher.


Was passiert bei der Abfüllung?

  1. Filtration (optional):
    Vor der Abfüllung wird der Wein oft gefiltert, um Schwebstoffe oder Hefe-Rückstände zu entfernen. Manche Winzer verzichten darauf, um den Wein möglichst „natürlich“ zu belassen.
  2. Steriler Raum:
    Die Abfüllung erfolgt in einem hygienischen Umfeld, damit der Wein keine Fremdkontamination erfährt.
  3. Verpackung in Flaschen:
    Der Wein wird mithilfe von Maschinen oder, in kleinen Betrieben, auch von Hand in Flaschen gefüllt.
  4. Verschluss:
    Die Flaschen werden entweder mit einem Naturkorken, einem Schraubverschluss oder anderen Alternativen wie Glasstopfen verschlossen.
  5. Etikettierung:
    Jede Flasche bekommt ein Etikett, das Informationen über Herkunft, Rebsorte, Jahrgang und weitere Details enthält.

Warum ist die Abfüllung so wichtig?

  • Qualitätssicherung:
    Der richtige Zeitpunkt der Abfüllung beeinflusst die Qualität des Weins. Manche Weine entwickeln sich besser, wenn sie länger im Fass oder Tank lagern, während andere früh abgefüllt werden, um ihre Frische zu bewahren.
  • Lagerung:
    Nach der Abfüllung beginnt der Wein zu reifen. In der Flasche kann er noch komplexere Aromen entwickeln, vor allem bei Rotweinen oder hochwertigen Weißweinen.

Auf dem Etikett findest du oft den Hinweis „Abgefüllt von…“, was Auskunft über den Abfüller gibt:

  • „Abgefüllt durch den Erzeuger“: Der Wein wurde vom Winzer direkt abgefüllt.
  • „Abgefüllt für…“: Der Wein wurde für einen Händler oder eine Marke abgefüllt.

Fazit

Die Abfüllung ist weit mehr als nur das Füllen von Flaschen – es ist der finale Schritt, bei dem der Wein seine Reise zu uns antritt. Ein Moment, der all die Arbeit im Weinberg und Keller krönt!